Die Regierung soll über die Bücher

 In Medienmitteilungen

Im Hin­blick auf die kom­mende Kli­mases­sion vom 13. Juni 2019 des St.Galler Kan­ton­srates haben die Jun­gen Grün­lib­eralen St.Gallen drei Vorstösse erar­beit­et. Dabei han­delt es sich um zwei Pos­tu­late, welche ein­er­seits die Umwelt­bil­dung im Kan­ton sowie ander­er­seits die bish­erige Umset­zung der UNO-Nach­haltigkeit­sziele 2030 im Kan­ton auf­greifen. Zudem hat die Jung­partei eine Motion zum The­ma Kli­ma- und Umweltverträglichkeit der Investi­tion­spoli­tik des Kan­tons St. Gallen ini­ti­iert. Die Vorstösse wur­den von den Grün­lib­eralen Kan­ton­sräten, Son­ja Lüthi und Jörg Tan­ner, im Rah­men der ver­gan­genen Ses­sion vom 23. und 24. April 2019 im Kan­ton­spar­la­ment ein­gere­icht.  

 

Früh übt sich, wer Umweltschützer sein will 

Mit dem ersten Pos­tu­lat fordert die jglp St.Gallen, dass die Regierung Bericht erstat­tet über den Umfang der Umwelt­bil­dung im Kan­ton St.Gallen und die beste­hen­den Rah­menbe­din­gun­gen in diesem Bere­ich über­prüft. Die geforderten Mass­nah­men betr­e­f­fen sowohl den Aus­bau des Lehrplans mit verbindlichen Inhal­ten im Bere­ich der Umwelt­bil­dung wie auch struk­turelle Refor­men im Per­son­al­bere­ich z.B. durch verpflich­t­ende Weit­er­bil­dun­gen oder den Aus­bau der Fach­stelle für Umwelt­bil­dung. Die jglp St.Gallen betont, wie wichtig dies für eine frühe Sen­si­bil­isierung der Schü­lerin­nen und Schüler für ihre Umwelt ist. Anna Jäger, Kan­tis­chü­lerin und Nation­al­ratskan­di­datin der jglp St.Gallen hält dazu fest: “Es ist der geset­zlich fest­gelegte Bil­dungs- und Erziehungsauf­trag, der die Schü­lerin­nen und Schüler zu nach­haltig han­del­nden Bürg­ern auszu­bilden und ihnen entsprechende Werkzeuge für dieses Han­deln mitzugeben ver­mag. Wir sehen den Aus­bau der Umwelt­bil­dung als einen wichti­gen Schritt in Rich­tung nach­haltigere Gesellschaft.”

 

Bindende Nach­haltigkeit­sziele – Engage­ment des Kan­tons ist gefordert 

Im zweit­en Pos­tu­lat fordert die jglp St.Gallen die Erstel­lung eines Regierungs­berichts, der die bere­its geleis­teten sowie die geplanten Beiträge des Kan­tons zur Erre­ichung der soge­nan­nten UNO-Nach­haltigkeit­szie­len (SDGs) umfasst. So soll der Kan­ton aufzeigen, was er bis jet­zt konkret zur Erre­ichung der Nach­haltigkeit­sziele beige­tra­gen hat und wie die kan­tonale Nach­haltigkeitsstrate­gie entsprechend anzu­passen ist. Schliesslich sollen konkrete Mass­nah­men zur Umset­zung fest­gelegt wer­den. Die siebzehn SDGs wur­den 2015 von allen UNO-Mit­glied­staat­en ein­stim­mig ver­ab­schiedet. Damit sind Staat­en, Pri­vat­per­so­n­en, Unternehmen aber auch regionale Regierung aufge­fordert, sich für die nach­haltige Entwick­lung einzuset­zen. «Der Kan­ton St.Gallen kann einen wichti­gen Beitrag leis­ten: Er kann gle­iche Chan­cen für Frauen und Mäd­chen schaf­fen, zum Vor­re­it­er im Kli­maschutz wer­den oder die Bio­di­ver­sität schützen», ist Andreas Bisig von den Jun­gen Grün­lib­eralen überzeugt. Während viele Unternehmen die SDGs bere­its in ihre Strate­gien inte­gri­ert haben, ist für die St.Galler Regierung dies­bezüglich noch einiges an Arbeit zu leis­ten.

 

Wenn nicht nur die Ren­dite zählt 

In ein­er Motion lädt die jglp St.Gallen die Regierung ein, Bericht zu erstat­ten über die Kli­ma- und Umweltverträglichkeit der Investi­tion­spoli­tik des Kan­tons St.Gallen. Die Jung­partei betont die grosse Ver­ant­wor­tung des Kan­tons als grösster angeschlossen­er Arbeit­ge­ber der Pen­sion­skasse und als Grossak­tionär der St.Galler Kan­ton­al­bank. Seli­na Grass, Vor­standsmit­glied der jglp St.Gallen, erk­lärt: “Die jet­zige Investi­tion­sprax­is des Kan­tons ist nicht nach­haltig. Durch eine Über­prü­fung und Anpas­sung der Investi­tion­sstrate­gie sendet der Kan­ton klare Sig­nale an andere Kap­i­ta­lan­leger und bee­in­flusst zudem die Nach­haltigkeit der Investi­tio­nen.”

Neueste Beiträge
X