Für mehr Demokratie – wir wehren uns gegen den nächsten Angriff der Libertären!

Ne­ben No­Bil­lag folgt schon der nächs­te An­griff auf un­se­re viel­fäl­ti­ge Mei­nungs­bil­dung. Die Li­ber­tä­ren möch­ten mit der Mo­ti­on von NR Rutz (SVP) die fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung für Jung­par­tei­en und an­de­re Ju­gend­or­ga­ni­sa­tio­nen im po­li­ti­schen Um­feld kom­plett strei­chen. Die SPK‑N ist ih­nen schon ge­folgt.

Je­doch: die jet­zi­ge Si­tua­ti­on ist nicht ge­recht. Wir for­dern, dass die Mög­lich­keit sich für Un­ter­stüt­zung zu be­wer­ben auch klei­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen er­mög­licht wird.

 

Jung­par­tei­en und Ju­gend­or­ga­ni­sa­tio­nen über­neh­men wich­ti­ge Auf­ga­ben

Ziel der fi­nan­zi­el­len Un­ter­stüt­zung ist die För­de­rung der aus­ser­schu­li­schen Ar­beit mit Kin­dern und Ju­gend­li­chen. Na­ment­lich geht es um ih­re Ent­wick­lung hin zur Ver­ant­wor­tungs­über­nah­me und um ih­re In­te­gra­ti­on in die Ge­sell­schaft – auf so­zia­ler, kul­tu­rel­ler und po­li­ti­scher Ebe­ne. Die­se Auf­ga­be (Art. 67 BV) über­neh­men Kin­der- und Ju­gend­or­ga­ni­sa­tio­nen – dar­un­ter auch wir Jung­par­tei­en – mit un­se­ren Ak­ti­vi­tä­ten. So ha­ben wir ei­ne jglp-Aca­de­my, die auch of­fen ist für al­le an­de­ren Ju­gend­li­chen, Som­mer­la­ger wo Work­shops wie „Wie über­zeu­ge ich Leu­te von mei­ner Idee?“ oder „Wie kann ich mich in mei­ner Ge­mein­de en­ga­gie­ren?“ durch­ge­führt wer­den.

 

Strik­te Kri­te­ri­en und Kon­trol­le

Da­mit wir die­se Un­ter­stüt­zung er­hal­ten (JGLP im ver­gan­ge­nen Jahr 14’500 CHF), müs­sen wir kla­re, sach­li­che und wert­neu­tra­le Kri­te­ri­en er­fül­len. Das Be­wer­bungs­dos­sier um­fasst ins­ge­samt mehr als 20 Sei­ten – man kann al­so nicht ein­fach so mal ein we­nig Geld ab­ho­len. Von der Un­ter­stüt­zung pro­fi­tiert ein brei­tes Spek­trum von Or­ga­ni­sa­tio­nen mit un­ter­schied­lichs­ten Ak­ti­vi­tä­ten für Kin­der und Ju­gend­li­che.

Soll un­ser de­mo­kra­ti­scher Staat funk­tio­nie­ren, muss er ge­ra­de das viel­fäl­ti­ge po­li­ti­sche En­ga­ge­ment der Zi­vil­ge­sell­schaft för­dern. Wir leis­ten mit un­se­rem Ein­satz ei­nen kla­ren Bei­trag für un­se­re de­mo­kra­ti­sche Ge­sell­schaft. Die­ses En­ga­ge­ment hat ein Recht un­ter­stützt zu wer­den.

 

Den Zu­gang auch klei­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen er­mög­li­chen

Klei­ne Jung­par­tei­en wie die JBPD oder die JE­VP kön­nen sich mit der jet­zi­gen Re­ge­lung nicht für fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung be­wer­ben, da sie über zu we­ni­ge Mit­glie­der ver­fü­gen. Die­se Si­tua­ti­on ist un­fair und soll­te an­ge­passt wer­den – neu soll­te das Kri­te­ri­um der Min­dest­an­zahl Mit­glie­der (ak­tu­ell 500) ab­ge­schafft wer­den. So kön­nen wir auch bei der Ju­gend­för­de­rung ei­ne grösst­mög­li­che Viel­falt ga­ran­tie­ren und so kann auch die in Art. 34 BV ga­ran­tier­te Chan­cen­gleich­heit der po­li­ti­schen Ak­teu­re ge­währ­leis­tet wer­den.

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