Gleich lange Spiesse für öffentliche und private Unternehmen

Die Jun­gen Grün­li­be­ra­len St.Gallen for­dern in ei­ner In­ter­pel­la­ti­on die St.Galler Re­gie­rung auf, die Wett­be­werbs­si­tua­ti­on zwi­schen pri­va­ten und öf­fent­lich-recht­li­chen Un­ter­neh­men des Kan­tons nä­her zu ana­ly­sie­ren. Hin­ter­grund des Vor­stos­ses ist, dass staat­lich be­herrsch­te Un­ter­neh­men im­mer mehr auch in Märk­ten tä­tig wer­den, die nicht zur po­li­tisch de­fi­nier­ten Grund­ver­sor­gung ge­hö­ren. Dort kon­kur­ren­zie­ren sie pri­va­te Un­ter­neh­men.

Das Aus­grei­fen staat­li­cher Un­ter­neh­men in Wett­be­werbs­märk­ten kann zu heik­len Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen füh­ren“, er­klärt GLP-Kan­tons­rat Jörg Tan­ner, der den Vor­stoss im Na­men der jglp in der April-Ses­si­on ein­ge­reicht hat. Die Be­den­ken der Grün­li­be­ra­len wer­den durch ei­nen kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Be­richt des Bun­des­rats ge­stützt. Staat­li­che Un­ter­neh­men kön­nen ei­nen Wett­be­werbs­vor­teil durch In­for­ma­ti­ons- und Fi­nan­zie­rungs­vor­tei­le aus dem Mo­no­pol­be­reich er­lan­gen. Im All­ge­mei­nen ste­hen öf­fent­li­che Un­ter­neh­men auf Wett­be­werbs­märk­ten im Wi­der­spruch zu ei­ner wett­be­werbs­ge­steu­er­ten Pri­vat­wirt­schaft. „Es kann nicht sein, dass staat­li­che Un­ter­neh­men des Kan­tons pri­va­te Un­ter­neh­men aus dem Markt drän­gen.“, be­grün­det Jo­el Drit­ten­bass, Vi­ze­prä­si­dent der jglp, die Ein­rei­chung der In­ter­pel­la­ti­on.

Die staat­li­che Wirt­schafts­tä­tig­keit im po­li­tisch de­fi­nier­ten Grund­ver­sor­gungs­be­reich wie bei­spiels­wei­se der Ver­kehrs- oder Stro­min­fra­struk­tur stel­len die Grün­li­be­ra­len je­doch nicht in Fra­ge. „Wir for­dern bloss gleich lan­ge Spies­se zwi­schen öf­fent­li­chen und pri­va­ten Un­ter­neh­men in Wett­be­werbs­märk­ten“, er­klärt Drit­ten­bass. Wel­chen Ein­fluss die kan­to­na­len Un­ter­neh­men tat­säch­lich auf die Pri­vat­wirt­schaft ha­ben, soll nun die Re­gie­rung be­ant­wor­ten.

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