Interpellation «Auswirkungen staatlicher Wirtschaftsaktivitäten auf Wettbewerbsmärkte»

Auf­grund der wirt­schaft­li­chen und tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung ha­ben staat­lich be­herrsch­te Un­ter­neh­men ih­re (Wirtschafts-)Aktivitäten di­ver­si­fi­ziert und sind im­mer mehr auch in Märk­ten tä­tig, die nicht zur po­li­tisch de­fi­nier­ten Grund­ver­sor­gung ge­hö­ren. Das Aus­grei­fen staat­li­cher, staats­na­her oder öf­fent­lich fi­nan­zier­ter Un­ter­neh­men in Wettbewerbsmärkten1 kann, wie ein kürz­lich ver­öf­fent­lich­ter bun­des­rät­li­cher Be­richt ge­zeigt hat, zu Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen füh­ren. Ge­ra­de mit Blick auf den in Art. 27 i.V.m. Art. 94 der Schwei­ze­ri­schen Bun­des­ver­fas­sung (SR 101) sta­tu­ier­ten ord­nungs­po­li­ti­schen Grund­ent­scheid für ei­ne wett­be­werbs­ge­steu­er­te Privatwirtschaft2 sind, staat­li­che Wirt­schafts­ak­ti­vi­tä­ten auf Wett­be­werbs­märk­ten im All­ge­mei­nen und die dar­aus mög­li­cher­wei­se re­sul­tie­ren­den Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen im Be­son­de­ren kri­tisch zu se­hen.

Ich bit­te die Re­gie­rung um die Be­ant­wor­tung fol­gen­der Fra­gen:

  1. Wel­che Vor­ga­ben be­stehen in Be­zug auf die staat­li­che Wirt­schafts­tä­tig­keit auf Wett­be­werbs­märk­ten?
  2. Wie sieht die Wett­be­werbs­si­tua­ti­on im Kan­ton St.Gallen zwi­schen staats­na­hen bzw. sich mehr­heit­lich im staat­li­chen Be­sitz be­fin­den­den, kan­to­na­len Un­ter­neh­men so­wie pri­vat­wirt­schaft­li­chen Un­ter­neh­men aus?
  3. Wie kön­nen pri­va­te Wirt­schafts­ak­teu­re vor (un­zu­läs­si­gen) Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen durch staat­li­che Wirt­schafts­tä­tig­kei­ten rechts­wirk­sam ge­schützt wer­den?»

23. April 2018

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