Interpellation «Erneuerbare Energiequellen: Möglichkeit der Förderung von Strom-Bojen im Alpenrhein

Der gröss­te Teil des im Kan­ton ab­ge­setz­ten Stroms wird im­por­tiert, mehr als 60 Pro­zent da­von aus Kern­kraft­wer­ken. Es dürf­te al­len Ak­teu­ren klar sein, dass der in ab­seh­ba­rer Zu­kunft weg­fal­len­de An­teil der Atom­ener­gie mög­lichst durch er­neu­er­ba­re En­er­gi­en ge­deckt wer­den soll­te. Im Kan­ton St. Gal­len harzt der Aus­bau von So­lar- und Wind­ener­gie je­doch, wo­hin­ge­gen das Po­ten­ti­al bei der Was­ser­kraft ge­mäss dem Kan­ton aus­ge­schöpft ist.

Wir Grün­li­be­ra­len for­dern des­halb die Prü­fung wei­te­rer in­no­va­ti­ver er­neu­er­ba­rer En­er­gie­quel­len wie bei­spiels­wei­se die so­ge­nann­ten Strom-Bo­jen. Bei die­sen han­delt es sich um in Fliess­ge­wäs­sern schwim­men­de Klein­kraft­wer­ke, wel­che mit­tels Tur­bi­nen Strö­mungs­en­er­gie in Strom um­wan­deln. Strom-Bo­jen be­wir­ken nur sehr ge­rin­ge Um­welt­ein­wir­kun­gen: Sie sind für Fi­sche und an­de­re Was­ser­tie­re un­ge­fähr­lich, be­nö­ti­gen nur klei­ne bau­li­che Ein­grif­fe und stö­ren das Land­schafts­bild nicht.

Der gröss­te Vor­teil ist je­doch, dass Strom-Bo­jen kon­stant En­er­gie lie­fern (bis zu 300 MWh). Der Al­pen­rhein scheint uns Grün­li­be­ra­len für die Nut­zung durch Strom-Bo­jen oder ähn­li­che En­er­gie­quel­len ge­ra­de­zu prä­de­sti­niert zu sein. Wir for­dern des­halb von der Re­gie­rung tech­ni­sche und ju­ris­ti­sche Ab­klä­run­gen be­tref­fend die Mög­lich­keit ei­nes Ein­sat­zes solch in­no­va­ti­ver En­er­gie­quel­len im Al­pen­rhein so­wie bei po­si­ti­vem Be­scheid den Start ei­nes Pi­lot­ver­suchs.

18. Fe­bru­ar 2020

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