Junge Grünliberale neu in allen St.Galler Wahlkreisen vertreten

An ihrer 3. ordentlichen Mit­gliederver­samm­lung kon­nte die Kan­ton­al­partei der Jun­gen Grün­lib­eralen St. Gallen am ver­gan­genen Mittwoch, 24.06.2020, auf ein ereignis­re­ich­es und erfol­gre­ich­es Jahr zurück­blick­en. Für die Zukun­ft stimmten die Mit­glieder ein­er neuen Organ­i­sa­tions­form zu. Hier­für wur­den Vor­stand und Geschäft­sleitung neu gewählt. Auch erste Parolen wur­den gefasst. 

Obwohl durch die Lockerung der Coro­na-Mass­nah­men eine Mit­gliederver­samm­lung auch live möglich gewe­sen wäre, fand diese am ver­gan­genen Mittwoch aus planer­ischen Grün­den noch online statt. Zu Beginn erhiel­ten die Mit­glieder einen Rück­blick auf das ver­gan­gene Wahl­jahr präsen­tiert. Die Jun­gen Grün­lib­eralen kon­nten sowohl auf erfol­gre­iche Nation­al- als auch Kan­ton­sratswahlen zurück­blick­en. Bei den Nation­al­ratswahlen erre­ichte die Jung­partei einen Wäh­ler­an­teil von 1.3% und ist somit neu drittstärk­ste Jungkraft im Kan­ton St.Gallen. Bei den Kan­ton­sratswahlen wur­den mit Andreas Bisig und Andrin Mon­stein zudem gle­ich zwei jglp-Mit­glieder in die Pfalz gewählt. 

Nebst den Wahlen sind im ver­gan­genen Jahr auch diverse Aktio­nen durchge­führt wor­den. So trans­portieren Mit­glieder beispiel­sweise im ver­gan­genen Herb­st mit dem Velo ein Solar­mod­ul nach Bern, um auf die unzure­ichende Klimapoli­tik aufmerk­sam zu machen. Und im Feb­ru­ar set­zte die Partei mit einem ver­gold­e­ten Spi­tal­bett in der Stadt St.Gallen ein Zeichen gegen die ver­fehlte Spi­tal­strate­gie der Kan­ton­sregierung. 

Im ver­gan­genen Vere­in­s­jahr kon­nte zudem ein Mit­gliederwach­s­tum von 12% erzielt wer­den. Dies zeugt vom Auf­schwung der jung­grün­lib­eralen Posi­tio­nen. Fabi­an Giu­liani, bestätigter Kan­ton­al­präsi­dent der Jung­partei, meint dazu: «Mit einem nach­halti­gen Wach­s­tum kön­nen wir uns nun opti­mal für die Zukun­ft auf­stellen und wer­den unsere Posi­tio­nen stärk­er in die poli­tis­che Agen­da des Kan­tons ein­fliessen lassen kön­nen 

 

Wahl von Vorstand und Geschäftsleitung 

Dank des starken Mit­gliederwach­s­tums kon­nte auch die Organ­i­sa­tions­form angepasst wer­den. So zeich­net sich ein neu zusam­mengestell­ter Vor­stand für die strate­gis­chen Leitlin­ien der Kan­ton­al­partei ver­ant­wortlich, wobei jed­er Wahlkreis mit ein­er Vertre­tung repräsen­tiert wird. Durch die regionale Ver­ankerung wird es kün­ftig auch möglich sein, region­alpoli­tis­che The­men aktiv­er anzuge­hen und auch in den Wahlkreisen ver­mehrt Fuss zu fassen. Der Vor­stand set­zt sich neu wie fol­gt zusam­men: 

Ella Gabathuler (WK St.Gallen), Andreas Eigen­mann (WK Rorschach), Johannes Leuteneg­ger (WK Wil), Thomas Kuster (WK Rhein­tal), Ben­jamin Auer (WK Wer­den­berg), Fabi­an Ober­lin (WK Toggen­burg), Silas Tra­ch­sel (WK See-Gaster), Johan­na Gnä­gi (WK Sar­ganser­land). Joel Drit­ten­bass (St.Gallen) und Igor Feuz (Rorschach) wur­den als Vor­standsmit­glieder bestätigt. Sie sind in der Stab­sstelle vor allem in admin­is­tra­tiv­en Bere­ichen tätig. 

Der Wahlkreis St.Gallen wird kün­ftig von Ella Gabathuler ver­ant­wortet. Die 17-jährige Stadt St.Gallerin ist zurzeit Kan­tis­chü­lerin an der KSBG und hat Gross­es vor. «Bere­its im kom­menden Herb­st streben wir einen Sitzgewinn im St.Galler Stadt­par­la­ment an.»  

Der Wahlkreis Rorschach wird kün­ftig von Andreas Eigen­mann ver­ant­wortet. Der 31-jährige Goldacher ist zurzeit Mas­ter­stu­dent in Infor­mation und Dat­en Man­age­ment, arbeit­et als Dig­i­tal Trans­for­ma­tion Man­ag­er und hat Gross­es vor. «Zitat.» 

Der Wahlkreis Wil wird kün­ftig von Johannes Leuteneg­ger ver­ant­wortet. Der 27-jährige Wiler arbeit­et als Mit­telschullehrer und war bere­its zuvor im Vor­stand aktiv. «Wir wollen mit unseren jun­gen Kan­di­dieren­den zum Gewinn von zwei Sitzen und der Frak­tion­sstärke im Wiler Stadt­par­la­ment beitra­gen.», so Leuteneg­ger. 

Der Wahlkreis Rhein­tal wird kün­ftig von Thomas Kuster ver­ant­wortet. Der 25-jährige gebür­tige Diepold­sauer wohnt mit­tler­weile in St.Gallen. Er ist Recht­san­walt und absolviert zurzeit den Zivil­dienst bei ein­er Umweltschut­zor­gan­i­sa­tion. Im Wahlkreis Rhein­tal möchte er «nach­haltige, pro­gres­sive und junge Ideen ein­brin­gen.». 

Der Wahlkreis Wer­den­berg wird kün­ftig von Ben­jamin Auer ver­ant­wortet. Der 20-jährige Ober­schan­er beschäftigt sich beru­flich mit Dig­i­tal­isierung­spro­jek­ten, ist neben­bei Stu­dent und hat poli­tisch Gross­es vor: «Unser Ziel ist es, dass sich der Wahlkreis Wer­den­berg ökonomisch und ökol­o­gisch nach­haltig entwick­elt.» 

Der Wahlkreis Toggen­burg wird kün­ftig von Fabi­an Ober­lin ver­ant­wortet. Der 23-jährige Lütis­burg­er ist zurzeit Mas­ter­stu­dent in Rau­men­twick­lung und Infra­struck­tursys­teme und hat Gross­es vor: «Im Toggen­burg möchte ich die Energiewende (Wind­park Krin­au) und eine nach­haltige Mobil­ität stark vorantreiben.» 

Der Wahlkreis See-Gaster wird kün­ftig von Silas Tra­ch­sel ver­ant­wortet. Der 27-jährige Rap­per­swiler arbeit­et als Raum- und Verkehrs­plan­er und hat Gross­es vor«Meine Mis­sion ist es, dass das Linthge­bi­et durch eine stärkere Fokussierung auf Nach­haltigkeit­saspek­te noch lebenswert­er wird.» 

Der Wahlkreis Sar­ganser­land wird kün­ftig von Johan­na Gnä­gi ver­ant­wortet. Die 18-jährige Ober­schaner­in absolvierte ger­ade die Kan­ton­ss­chule in Sar­gans und hat Gross­es vor. «Mit vie­len jun­gen Per­sön­lichkeit­en möchte ich das Sar­ganser­land zum Vor­bild in wirtschaftsverträglich­er Umwelt­poli­tik führen.» 

Gle­ichzeit­ig wählten die Mit­glieder auch die ehe­ma­li­gen Vor­standsmit­glieder als neue Geschäft­sleitung wieder. So wird die Jung­partei auch kün­ftig vom 29-jähri­gen Fabi­an Giu­liani (St.Gallen) als Präsi­dent und vom 22-jähri­gen Yann Kuster (St.Gallen) als Vizepräsi­dent ange­führtWiedergewählt wur­den auch Seli­na Grass als Lei­t­erin Poli­tis­che Pro­jek­te (27, Gos­sau), Tobias Brud­er­er als Leit­er Finanzen (26Ness­lau) und Patrick Not­ter als Leit­er Events & Aktio­nen (29, Gos­sau). 

Ver­ab­schieden mussten sich die Mit­glieder vom langjähri­gen Geschäft­sleitungsmit­glied, Andreas Bisig. Der 26-jährige aus Rapper­swil-Jona war während sieben Jahren in ver­schiede­nen Funk­tio­nen und zulet­zt als Leit­er Kom­mu­nika­tion für die Jung­partei im Ein­satz. Vizepräsi­dent Yann Kuster, welch­er die Nach­folge Bisigs als Ressortleit­er Kom­mu­nika­tion antritt, würdigte seine Arbeit: «Mit sein­er Arbeit hat er die Kom­mu­nika­tion der jglp SG mass­ge­blich pro­fes­sion­al­isiert und hin­ter­lässt grosse Fussspuren. Wir wün­schen ihm für die Zukun­ft alles Gute und freuen uns auf die weit­ere Zusam­me­nar­beit in sein­er neuen Funk­tion als Kan­ton­srat.»  

 

Nein-Parole zum Jagdgesetz und zur «Kündigungsinitiative» 

Anlässlich der ordentlichen Mit­gliederver­samm­lung wur­den bere­its erste Parolen zu den kom­menden Abstim­mungsvor­la­gen vom 27. Sep­tem­ber 2020 gefasst. Nach ein­er Ein­führung zum Jagdge­setz und zur Begren­zungsini­tia­tive fol­gten die Mit­glieder den Empfehlun­gen des Vor­standes und fassten für bei­de Vor­la­gen die ein­stim­mige Nein-Parole (bzw. die Unter­stützung des Ref­er­en­dums gegen das rev­i­dierte Jagdge­setz). 

Von der Begren­zungsini­tia­tive geht eine erhe­bliche Gefahr für das erfol­gre­iche Mod­ell der Bilat­eralen Verträge aus. «Die Per­so­n­en­freizügigkeit ist ein wichtiges Gut, von welchem auch wir Schweiz­erin­nen stark prof­i­tieren. Zudem sind die Infra­struk­tur- und Umwelt­prob­leme, welche die Befür­worter der Ini­tia­tive als Pro-Argu­mente anführen, durch andere Mass­nah­men (Raumpla­nung und Umlagerung des Verkehrs) viel effizien­ter zu lösen, sagte Thomas Kuster, der die Vor­lage im Namen des Vor­standes präsen­tierte.  

Beim Ref­er­en­dum gegen das rev­i­dierte Jagdge­setz überzeugten die Argu­mente der Erhal­tung der Arten­vielfalt und des Naturschutzes. Bei­des sind Kern­the­men der Jun­gen Grün­lib­eralen und wer­den ‑ent­ge­gen der aben­teuer­lichen Argu­men­ta­tion der Befür­worter – durch diese Vor­lage stark gefährdet. «Lägen den Geg­n­ern des Ref­er­en­dums diese The­men tat­säch­lich am Herzen, wür­den sie keine solche Vor­lage befür­worten und nach anderen Lösungsan­sätzen suchen», meinte Elias Giesinger, welch­er die Vor­lage anlässlich der Mit­gliederver­samm­lung vorstellte. 

Die restlichen Parolen wer­den die Jun­gen Grün­lib­eralen an ein­er ausseror­dentlichen Mit­gliederver­samm­lung anfangs August fassen. 

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