Parolenfassung

Jun­ge Grün­li­be­ra­le St. Gal­len fas­sen Pa­ro­len und ver­ab­schie­den An­drin Mons­tein

Die Jun­gen Grün­li­be­ra­len des Kan­tons St.Gallen ha­ben an ih­rer Mit­glie­der­ver­samm­lung die Pa­ro­len zu den eid­ge­nös­si­schen Ab­stim­mun­gen vom 25. No­vem­ber ge­fasst und ih­ren lang­jäh­ri­gen Prä­si­den­ten, An­drin Mons­tein, ver­ab­schie­det. Vi­ze­prä­si­dent Jo­el Drit­ten­bass über­nimmt das Prä­si­di­um in­te­ri­mis­tisch.

An ih­rer Mit­glie­der­ver­samm­lung vom Diens­tag, 23. Ok­to­ber 2018, im Frei­hof in Gos­sau be­grüss­te An­drin Mons­tein die rund 15 an­we­sen­den Mit­glie­der und Gäs­te zur aus­ser­or­dent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung. Gleich zu Be­ginn be­grün­de­te Mons­tein sei­nen Rück­tritt als Prä­si­den­ten. Sein Rück­tritt er­folgt we­gen zu­neh­mend be­grenz­te­ren zeit­li­chen Res­sour­cen. Zu­dem sei es nach 5 Jah­ren an der Zeit, das Prä­si­di­um in neue, wo­mög­lich jün­ge­re Hän­de zu über­ge­ben. Jo­el Drit­ten­bass, Vi­ze­prä­si­dent, be­dank­te sich im Na­men des Vor­stan­des für die aus­ser­or­dent­li­che Ar­beit Monsteins in den letz­ten Jah­ren und wünsch­te ihm für die pri­va­te, be­ruf­li­che und po­li­ti­sche Zu­kunft das Bes­te.

 

In­te­ri­mis­ti­sche Lö­sung statt über­eil­tem Ent­schei­dungs­pro­zess

Nach län­ge­rer Dis­kus­si­on wur­de dar­auf ver­zich­tet, an der Mit­glie­der­ver­samm­lung ein neu­es Prä­si­di­um zu wäh­len. Ein ent­spre­chen­der An­trag wur­de gut­ge­heis­sen. Da­mit er­hält der Vor­stand Zeit, um ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten und Per­so­nen ein­ge­hend zu prü­fen, und da­mit ei­nen ge­mein­sa­men, lang­fris­ti­gen Kon­sens mit stra­te­gi­scher Aus­rich­tung zu tref­fen. Bis da­hin wird die Par­tei in­te­ri­mis­tisch durch den Vi­ze­prä­si­den­ten, Jo­el Drit­ten­bass, ge­führt.

 

Pa­ro­len­fas­sung zu den eid­ge­nös­si­schen Ab­stim­mun­gen vom 25. No­vem­ber

Wei­ter wur­den an der Mit­glie­der­ver­samm­lung die Pa­ro­len für die Ab­stim­mun­gen vom 25. No­vem­ber 2018 ge­fasst. Die jun­ge Kan­to­nal­par­tei fass­te die ein­stim­mi­ge NEIN-Pa­ro­le zur ge­fähr­li­chen Selbst­be­stim­mungs­In­itia­ti­ve. Die In­itia­ti­ve schwächt die künf­ti­ge in­ter­na­tio­na­le Ver­hand­lungs­po­si­ti­on der Schweiz und stellt die Men­schen­rech­te zur Dis­po­si­ti­on. Eben­falls die NEIN-Pa­ro­le wur­de zur Horn­kuh-In­itia­ti­ve ge­fasst. Der schmerz­haf­ten Horn­ent­fer­nung stand ge­gen­über, dass die In­itia­ti­ve zum ei­nen ne­ga­ti­ve Fol­gen für die Tier­hal­tung ha­ben könn­te und zum an­de­ren teu­re Fehl­an­rei­ze schafft. Auch zur Än­de­rung des Bun­des­ge­set­zes über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts wur­de nach kon­struk­ti­ver Dis­kus­si­on eben­falls die NEIN-Pa­ro­le ge­fasst. Die Kan­to­nal­sek­ti­on folgt so­mit der na­tio­na­len

Jung­par­tei und spricht sich vor al­lem aus li­be­ra­ler Sicht ge­gen die un­ver­hält­nis­mäs­si­ge Über­wa­chung aus. Ob­wohl Miss­bräu­che in der So­zi­al­hil­fe nicht ak­zep­tiert wer­den dür­fen und auch da­ge­gen vor­ge­gan­gen wer­den soll, ge­hen die Kom­pe­ten­zen der So­zi­al­de­tek­ti­ve deut­lich zu weit. So greift die Re­vi­si­ons­vor­la­ge un­ver­hält­nis­mäs­sig in grund­recht­lich ge­schütz­te Rechts­po­si­tio­nen ein, wes­halb die­se aus li­be­ral­recht­staat­li­cher Sicht ab­zu­leh­nen ist.

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