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Junge Grünliberale lancieren Petition zum Schutz der Rehkitze im Kanton St.Gallen

In der Schweiz werden jährlich schätzungsweise 1’500 bis 2’000 Rehkitze durch landwirtschaftliche Maschinen getötet und dies, obwohl bereits erprobte Konzepte zum Schutz der Rehkitze bestehen.

Junge Grünliberale lancieren Petition zum Schutz der Rehkitze im Kanton St.Gallen

Um das Tierleid im Kanton St.Gallen zu verringern, lancieren die Jungen Grünliberalen des Kantons St.Gallen eine Petition, die an den St.Galler Regierungsrat adressiert ist. Ziel ist es, dass der Kanton Massnahmen zum besseren Schutz der Rehkitze ergreift.

Alljährlich werden die Rehkitze im Frühling von ihren Müttern in Feldern und Wiesen platziert, während diese sich auf Futtersuche begeben. Dieses Vorgehen birgt für die Rehkitze eine grosse Gefahr, da sie in den ersten zwei bis drei Wochen nach ihrer Geburt über einen Drückinstinkt verfügen und sich bei Gefahr flach auf den Boden ducken. Leider trifft diese «Legezeit» auf die «Mähzeit» der Landwirte, sodass sich die Rehkitze durch ihren natürlichen Verteidigungsinstinkt der Gefahr einer «Vermähung» aussetzen. Diese Problematik führt dazu, dass in der Schweiz jährlich mehrere Tausend Rehkitze einen qualvollen Tod erleiden. Ganz genaue Statistiken zu den durch landwirtschaftliche Maschinen verletzten oder getöteten Wildtieren bestehen leider nicht.

Petition soll das Tierleid verringern

Um die Situation im Kanton St.Gallen zu verbessern, fordern die Jungen Grünliberalen in ihrer Petition vom St.Galler Regierungsrat Folgendes:

  • Empfehlungen oder Weisungen für den landwirtschaftliche Sektor, um die Anzahl der Rehkitztötungen möglichst stark zu senken
  • Finanzielle Unterstützung für Präventionsmassnahmen, insbesondere für die Aufwände der Jagdgesellschaften im Zusammenhang mit der Rehkitzsuche, technische Vorrichtungen an Mähmaschinen (z.B. Sensoren) oder für die Zusammenarbeit mit dem Verein Rehkitzrettung Schweiz
  • Eine Meldepflicht bei Rehkitzunfällen (Verletzungen und Tötungen), damit die Wirksamkeit der Massnahmen mit genauen Zahlen messbar

Selina Grass, Leiterin Poltische Projekte bei der Jungpartei, ergänzt: «Der St.Galler Regierungsrat könnte durch einfache Massnahmen den qualvollen Tod einer Vielzahl von Rehkitzen verhindern und damit die Jagdgesellschaften und die Landwirte unterstützen.»