Offener Brief für eine transparente Berichterstattung zur alarmierenden Konzentration von Chlorothalonil im Trink- und Grundwasser

Die Jun­gen Grün­lib­eralen St.Gallen fordern in einem offe­nen Brief an Regierungsrat Marc Mäch­ler eine trans­par­ente Berichter­stat­tung sowie grif­fige Mass­nah­men durch das Amt für Wass­er und Energie.

Unter­suchun­gen des interkan­tonalen Labors in Schaffhausen an über 300 Stan­dorten in der Ostschweiz haben Rück­stände des Pesi­tizids «Chlorothalonil» in Trinkwass­er- und Grund­wasser­proben nachgewiesen und eine Über­schre­itung der Gren­zw­erte in über 10 Prozent der Proben gezeigt. Die Jun­gen Grün­lib­eralen St.Gallen haben sich deswe­gen in einem offe­nen Brief an Regierungsrat Marc Mäch­ler, Vorste­her des Baude­parte­ments des Kan­tons St.Gallen, gewandt. Die Jung­partei fordert, dass die Ursachen der Über­schre­itung der Gren­zw­erte ermit­telt öffentlich kom­mu­niziert wer­den. «Die Medi­en­berichter­stat­tung sowie Anfra­gen von Pri­vat­per­so­n­en bezüglich des umstrit­te­nen und von der EU im April 2019 ver­bote­nen Pes­tizids Chlorothalonil haben uns dazu bewogen, aktiv zu wer­den. Der Ver­dacht, dass dieses Pes­tizid kreb­ser­re­gend ist, hat sich erhärtet», so Fabi­an Giu­liani, Präsi­dent der jglp.

Grif­fige Mass­nah­men durch das Amt für Wass­er und Energie

Der Kan­ton hat in ein­er Mit­teilung vom 10.07.2019 darüber informiert, dass in der Ver­gan­gen­heit die Gren­zw­erte für diverse Pes­tizide über­schrit­ten wur­den. Die in dieser Mit­teilung seit­ens des Amtes für Wass­er und Energie vorgeschla­gene Sen­si­bil­isierungskam­pagne ist zwar begrüssenswert, bezüglich der hier vor­liegen­den Prob­lematik aber als unzure­ichend zu betra­cht­en, erk­lärt Seli­na Grass, Geschäft­sleitungsmit­glied der jglp: «Mit Blick auf die poten­tiell kreb­ser­re­gende Wirkung von Chlorothalonil fordern wir den Kan­ton St.Gallen, konkret das Amt für Wass­er und Energie, zudem auf, umge­hend geeignete und wirk­same Mass­nah­men im Rah­men des Gewässer­schutzes zu ergreifen, die weit­eren zuständi­gen Stellen im Kan­ton dies­bezüglich anzuge­hen und die Bevölkerung aktiv über die Gefahren­si­t­u­a­tion und –ban­nung zu informieren».

18. Juli 2019

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