Referendum gegen das Gesichtsverhüllungsverbot

Bit­te hel­fen Sie uns beim sam­meln. Jetzt Un­ter­schrif­ten­bo­gen aus­dru­cken, un­ter­schrei­ben und so schnell wie mög­lich zu­rück­sen­den, spä­tes­tens bis 19. Ja­nu­ar 2018! Pro Un­ter­schrif­ten­bo­gen dür­fen nur Stimm­be­rech­tig­te von der je­weils glei­chen po­li­ti­schen Ge­mein­de un­ter­schrei­ben.

Unterschriftenbogen Verhüllungsverbot 

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Die Jun­gen Grün­li­be­ra­len des Kan­tons St.Gallen ha­ben ein­stim­mig be­schlos­sen, das Re­fe­ren­dum ge­gen das vom Kan­tons­par­la­ment be­schlos­se­ne Ge­sichts­ver­hül­lungs­ver­bot zu er­grei­fen. Das Ge­setz ist nach Mei­nung der Jung­par­tei über­flüs­sig, un­um­setz­bar und liegt nicht im öf­fent­li­chen In­ter­es­se.

Mit dem Re­fe­ren­dum wol­len wir auf kei­nen Fall An­hän­ger ei­nes ra­di­ka­len Is­lams un­ter­stüt­zen. Das ver­ab­schie­de­te Ge­setz zum Ver­bot der Ge­sichts­ver­hül­lung re­agiert nicht auf ein exis­tie­ren­des Pro­blem und ist so­mit kom­plett über­flüs­sig. Selbst bei ei­nem rea­len Pro­blem wä­re der Ge­set­zes­text kein sinn­vol­ler Lö­sungs­an­satz. Nach Auf­fas­sung der jglp St. Gal­len geht es den kon­ser­va­ti­ven Rats­kräf­ten ein­zig um die Be­wirt­schaf­tung von Par­tei­in­ter­es­sen und da­mit schluss­end­lich um Sym­bol­po­li­tik. Dies ist ein Miss­brauch des ge­setz­ge­be­ri­schen Pro­zes­ses und muss des­halb be­kämpft und rück­gän­gig ge­macht wer­den. Un­ter­stützt wird die­se Auf­fas­sung durch die Tat­sa­che, dass im ge­sam­ten Kan­ton kei­ne Bur­katrä­ge­rin län­ger­fris­tig wohn­haft war oder ist.

Wei­ter kri­ti­siert die li­be­ra­le Mit­te­par­tei, dass das Ge­setz in die­sem Wort­laut nicht durch­setz­bar ist. Na­ment­lich für Po­li­zis­tin­nen und Po­li­zis­ten, ist der Be­schluss des Kan­tons­ra­tes ei­ne un­ver­ant­wort­ba­re und voll­kom­men un­nö­ti­ge Be­las­tung. Es ist für die Po­li­zei na­he­zu un­mög­lich im Ein­zel­fall zu ent­schei­den, wann ge­nau ei­ne Ver­hül­lung die „öf­fent­li­che Si­cher­heit, den re­li­giö­sen oder ge­sell­schaft­li­che Frie­den“ ge­fähr­det. Es liegt schlicht nicht im öf­fent­li­chen In­ter­es­se, ein all­ge­mei­nes Ver­hül­lungs­ver­bot zu er­las­sen. Be­trof­fen sind Be­su­cher von Mot­to­par­tys, Fass­nächt­ler oder das Mas­kott­chen des FC St.Gallens, auch wenn von ih­nen of­fen­sicht­lich kei­ne Ge­fahr aus­geht.

Nach An­sicht der jglp St.Gallen stellt ein­zig die sym­bol­po­li­ti­sche Dis­kus­si­on der Ge­sichts­ver­hül­lung ei­ne Ge­fahr für den ge­sell­schaft­li­chen und re­li­giö­sen Frie­den dar. In An­be­tracht der po­li­ti­schen Aus­gangs­la­ge in der ge­sam­ten Schweiz wer­den wir uns die­ser Dis­kus­si­on aber oh­ne­hin stel­len müs­sen. Auch aus die­sem Grund ha­ben hat sich die jglp ent­schie­den, das Re­fe­ren­dum zu er­grei­fen. Im Ge­gen­satz zur Jun­gen CVP und den Jung­frei­sin­ni­gen[1], sind die Jun­gen Grün­li­be­ra­len ein zu­ver­läs­si­ger und kon­stan­ter Part­ner in der Mit­te, der zu­kunfts­fä­hig po­li­ti­siert und so­wohl Rich­tung links als auch Rich­tung rechts Brü­cken bau­en kann.

[1] Die Jun­gen Grün­li­be­ra­len be­dau­ern den Kurs­wech­sel der Jun­gen CVP, die das Re­fe­ren­dum nicht mehr ak­tiv un­ter­stüt­zen wird. Wei­ter sind wir ent­täuscht von der Mit­tei­lung der Jung­frei­sin­ni­gen, das Re­fe­ren­dum ein­zig in­halt­lich zu un­ter­stüt­zen. Falls es dem JFS tat­säch­lich um Sach­po­li­tik ge­hen soll­te, ist die­se Ent­schei­dung aus ei­ner stra­te­gi­schen Per­spek­ti­ve nicht nach­voll­zieh­bar. Die Be­grün­dung, die ei­ge­nen Res­sour­cen an­der­wei­tig ein­set­zen zu wol­len, stellt die Par­tei zu­dem in ein frag­wür­di­ges Licht.

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