Vernehmlassungsantwort zum Gesetz über E‑Government

Sehr ge­ehr­ter Herr Re­gie­rungs­rat
Sehr ge­ehr­te Da­men und Her­ren

Wir be­dan­ken uns für die Mög­lich­keit, uns zum Ge­setz über E‑Government als Rah­men­ge­setz äus­sern zu kön­nen. Ger­ne neh­men wir zum Ge­setz wie folgt Stel­lung:

Zu­erst ein­mal möch­ten wir die Idee ei­nes sol­chen Ge­set­zes aus­drück­lich be­grüs­sen. E‑Government führt – rich­tig um­ge­setzt – zu mehr Ef­fi­zi­enz in der Ver­wal­tung und gleich­zei­tig zu Mehr­wert für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger.
Der Ent­wurf sieht in Art. 42 ei­ne Be­richts­zeit von vier Jah­ren vor. Wir er­ach­ten die­se Zeit­span­ne für ein dy­na­mi­sches Ge­biet wie die In­for­ma­tik als ei­nen zu lan­gen Zeit­rah­men. Wir wün­schen uns ei­ne kür­ze­re Frist, bei­spiels­wei­se von ei­nem Jahr.
Art. 6 sieht ei­ne Zu­sam­men­ar­beit mit Drit­ten (inkl. Über­mitt­lung von Da­ten) vor. Mit Drit­ten sind ne­ben an­de­ren öf­fent­li­chen Or­ga­nen auch Pri­va­te ge­meint. Es soll­ten ge­naue Richt­li­ni­en für die Wei­ter­ga­be von Da­ten an Pri­va­te ge­prüft wer­den. Wir se­hen es aus­ser­dem kri­tisch, dass ge­mäss Art. 6 auch Pri­va­te zur Da­ten­be­wirt­schaf­tung her­an­ge­zo­gen wer­den kön­nen. Wir fin­den, dass es Auf­ga­be des Staa­tes sein soll­te, ge­ra­de auch sen­si­ble Da­ten sel­ber zu ver­wal­ten, als die­se an ex­ter­ne Fir­men aus­zu­la­gern.

All­ge­mein fin­den wir, dass zu ei­nem Be­kennt­nis zu „Open Da­ta“ auch ein kla­rer Stand­punkt zu of­fe­nen Da­tei­for­ma­ten, wie die der Open Do­cu­ment Foun­da­ti­on ge­hö­ren. Of­fe­ne Stan­dards ga­ran­tie­ren Bar­rie­re­frei­heit, kön­nen aber auch zu Kos­ten­ein­spa­run­gen auf Sei­ten des Kan­tons füh­ren.

Freund­li­che Grüs­se
Jo­han­nes Leu­ten­eg­ger
Mit­glied der jglp Kan­ton St.Gallen, Res­sort­lei­ter Po­li­ti­sche Pro­jek­te

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